Sonntag, 20. Juni 2010

Das Absurde

Weizenfeld3

Marwin traf bei Orélie zum Kaffeetrinken ein und erzählte ihr von einem Ausflug in das kleine Dorf, in dem er seine Kindheit verbracht hatte.„Als ich aus den kühlen und dunklen Schatten des Waldes heraustrat, blickte ich um mich herum und betrachtete den lichten Horizont. Ein Gefühl der Weite befiel mich. Ich blieb stehen, und das Geheimnis der Schöpfung klopfte in meinem Innern an. Ringsum blieb alles stumm." Orélie fühlte sich in seine Erzählung ein, und Marwin fuhr zu sprechen fort. „Die Geschichte eines Farmers in Südamerika oder sonst wo auf der Welt kam mir in den Sinn. Eines seiner zahlreichen Schafe war von einer Wildkatze zerfleischt worden, aber er machte sich nichts weiter daraus, denn auf eines mehr oder weniger kam es ihm nicht an. Der Kampf ums Dasein, mit dem der eine oder andere Verlust in Kauf genommen wird, war ihm zur Gewohnheit geworden. Ich dachte dabei an das Gleichnis vom verlorenen Schaf im Lukasevangelium, wo Jesus von einem Hirten erzählt, dem eines seiner hundert Schafe abhanden gekommen war. Er machte sich auf den Weg und suchte so lange bis er es fand. Das von dannen gegangene Schaf wurde von dem Hirten nicht im Stich gelassen, und als er es nach Hause brachte, rief er seine Freunde und Nachbarn, und es herrschte Fröhlichkeit. Seine Freude über das wiedergewonnene Schaf war unendlich.“ Orélie nickte zustimmend und fügte hinzu: „Im Johannesevangelium bezeichnet sich Jesus als der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe lässt. Viele hier von Jesus gemachten Selbstaussagen beginnen mit: „Ich bin“, zu dem Karl Rahner schreibt: „Es ist ein uraltes Bild, das Jesus gebraucht, in einer der vielen johanneischen Selbstaussagen Jesu, die alle beginnen mit dem unergründlichen: Ich bin. Das Bild kommt aus der patriarchalisch-vaterrechtlichen, nomadischen Hirtenkultur: Der eigentliche Hirt ist als Herdenbesitzer darin einfach identisch mit dem Herrn, auf den das Dasein aller gegründet ist.” Und Rahner schreibt weiter: „So wie Gott dem Moses sich als der „Ich bin, der ich bin“ offenbart, so ist Jesus einfach der „Ich bin“, Gott, der in der unbeherrschbaren Ursprünglichkeit und Unableitbarkeit seiner Wirklichkeit da ist, und als solcher sich kundtut: Ich bin. Ich bin alles: der Anfang und das Ende, der Weg und das Licht, die Wahrheit und das Leben, der Getötete und der Sieg über den Tod. Christus macht uns vom Geheimnis seines „Ich bin“ her klar, was der eigentliche Hirt ist. Weil er ist, darum gibt es einen, dem all das Zerstreute und Verlaufende gehört, einen, der alles weiβ, was so leer, zerstreut, sinnlos und lichtlos durcheinanderläuft, einen, den die letzte Ahnung dieser selbst in der Zerstreuung noch versammelten Wirklichkeit doch noch kennt, einen, der sich opfernd in diese Zerstreuung hinein begibt bis in die Verlorenheit des Todes und so die Sammlung der Zerstreuten erwirkt, einen, der alles einen kann.“
Marwin stand auf, trat ans Fenster und schaute hinaus. Dann setzte er sich wieder hin und sagte: „Warum ist der Glaube heutzutage so schwer?”
„Du solltest nicht vergessen“, antwortete Orélie, „dass es für den Glauben nur zuträglich ist, wenn gefragt wird. Karl Rahner schreibt in einer Einführung zu einer theologischen Meditation: „Der fragende Glaube, der immer wieder sein Unverstehen bekundet und die unvollendbare Aneignung der gehörten Botschaft immer neu erleidet, ist der wahre Glaube. So muss dieser Glaube als in die Frage gestellter Glaube bedacht werden, weil er nur verantworteter Glaube ist, wenn er die Frage als inneres Moment an sich trägt, immer mehr in sich integriert und ihr nicht bloβ im Sinne einer äuβeren Bedrohung gegenübertritt. Hartes, nüchternes, bohrendes – wenn es sein muss – Fragen ist schon ein Akt der Frömmigkeit, die dem geistig wachen Christen geboten ist.“
„Und was machen wir mit dem absurden Menschen, über den Albert Camus in seinem Essay Der Mythos des Sisyphos in dem Kapitel Der absurde Mensch schreibt: „Ich habe Leute gesehen, die mit viel Moral Böses taten, und ich stelle täglich fest, dass die Anständigkeit keiner Regeln bedarf. Der absurde Mensch kann nur eine Moral gelten lassen - die Moral, die sich nicht von Gott trennt: die diktiert wird. Aber er lebt ja gerade außerhalb dieses Gottes.” „Doch woher will er wissen, dass er außerhalb dieses Gottes lebt”, erwiderte Orélie, „in einer Meditation über das Wort „Gott” schreibt Rahner: „Man hat nämlich von Gott keine Erfahrung wie von einem Baum, einem anderen Menschen und ähnlichen „äuβeren“ Wirklichkeiten, die, wenn sie vielleicht auch nie schlechthin wortlos da sind, doch auch ihr Wort durch sich selbst erzwingen, weil sie in unserem Erfahrungsraum an einer bestimmten Raum-Zeit-Stelle einfach vor-kommen. Deshalb kann man sagen, das Einfachste und Unausweichliche in der Gottesfrage ist für den Menschen die Tatsache, dass in seinem geistigen Dasein das Wort „Gott” gegeben ist.“
„Ja“, antwortete Marwin, „ und das Wort „Gott“ wird auch von Atheisten gebraucht, natürlich mit der Absicht, Gott als nicht existent zu erklären und letzten Endes dieses Wort zum Verschwinden zu bringen. Aber wie Karl Rahner schreibt: „müsste ein Atheist zu diesem Verschwinden dadurch beitragen, dass er es selber totschweigt, sich nicht einmal als Atheist erklärt. Aber wie will er das machen, wenn andere, mit denen er reden muss, aus deren Sprachfeld er gar nicht definitiv ausziehen kann, von Gott sprechen und um dieses Wort sich kümmern?“
„Und zu diesem Wort schreibt Rahner: „Es ist nicht so, dass wir zunächst einmal, je als Einzelne aktiv handelnd, „Gott“ denken, und das Wort „Gott“ so zum ersten Mal in den Raum unseres Daseins einrücken.“ „Und daher meint das Wort „Gott“: „der Unsagbare, der Namenlose, der nicht in die benannte Welt als ein Moment an ihr einrückt; das Schweigende, das immer da ist und doch immer übersehen, überhört und, weil es alles im Ganzen und Einen sagt, als Sinnloses übergangen werden kann.“
„So ist es das Wort „Gott””, machte Orélie deutlich,„das wie Rahner schreibt: „den Menschen vor das eine Ganze der Wirklichkeit als solcher und vor das eine Ganze seines Daseins als solchem bringt. Gäbe es das Wort „Gott“ wirklich nicht, würde der Mensch sich restlos vergessen über das je einzelne an seiner Welt und in seinem Dasein. Er würde nicht einmal ratlos, schweigend und bekümmert vor das Ganze von Welt und Selbst geraten. Er würde nicht mehr merken, dass er nur einzelnes Seiendes, aber nicht das Sein überhaupt bedenkt, dass er nur immer neu einzelne Momente seines Daseins manipuliert, sich aber nicht mehr seinem Dasein als Einem und Ganzem stellt. Er würde in der Welt und in sich steckenbleiben, aber nicht mehr jenen geheimnisvollen Vorgang vollziehen, der er ist. Er hätte das Ganze und seinen Grund vergessen. Was wäre dann? Wir können nur sagen: Er würde aufhören ein Mensch zu sein.“ „Und in seiner Schrift Erfahrung des Geistes schreibt Karl Rahner: „In der namenlosen und weglosen Weite unseres Bewusstseins wohnt der, den wir Gott nennen. Das Geheimnis schlechthin, das man Gott nennt, ist nicht ein besonderes, besonders eigentümliches gegenständliches Stück Wirklichkeit, das wir zu den übrigen Wirklichkeiten unserer nennenden und ordnenden Erfahrung hinzufügen und einfügen; er ist der umfassende, nie umfasste Grund und die Voraussetzung von unserer Erfahrung und von deren Gegenständen. Er wird in dieser unheimlichen Transzendenzerfahrung erfahren.”
„Auch Albert Camus hebt in seinen Werken hervor, „dass ein Mensch ratlos, schweigend und bekümmert vor das Ganze von Welt und Selbst gerät.“ Und er schreibt:
„Das Elend hinderte mich daran, zu glauben, dass unter der Sonne und in der Geschichte alles gut ist; die Sonne lernte mich, dass die Geschichte nicht alles ist.“
Zu Beginn seines philosophischen Essays Der Mythos des Sisyphos stellt Camus die Frage nach dem Selbstmord, den ein Mensch begeht, weil er das Leben als nicht lebenswert empfindet, da es ihm keinen Sinn gibt. Das Leben ist absurd, und die einzige Gewissheit ist die, dass nichts gewiss ist. Doch bleibt Albert Camus hier nicht stehen, sondern geht der Frage des Absurden und des Selbstmordes weiter nach und stellt fest, dass das Leben um so besser gelebt werden wird, wenn der Mensch das Absurde nicht verdrängt, sondern es sich bewusst macht und ganz auslebt. Camus schreibt:
„Eine Erfahrung, ein Schicksal leben heißt: es ganz und gar auf sich nehmen. Man wird aber dieses Schicksal, von dem man weiß, dass es absurd ist, nicht leben, wenn man nicht alles tut, um vor sich selbst, das vom Bewusstsein zutage geförderte Absurde aufrechtzuerhalten.“
„Der Mensch wird ein bewusst Revoltierender, der seinem Schicksal, in einer ihn belastenden absurden Welt zu leben, nicht ausweicht, sondern sich permanent dagegen auflehnt. Albert Camus versteht unter Auflehnung nichts Revolutionäres, er schreibt: „Eine der wenigen philosophisch kohärenten Positionen ist demnach die Auflehnung. Sie ist eine ständige Konfrontation des Menschen mit seiner eigenen Dunkelheit. Sie ist der Anspruch auf eine unmögliche Transparenz. Sie stellt die Welt in jeder Sekunde in Frage. Wie die Gefahr dem Menschen die unersetzliche Gelegenheit verschafft, sich der Auflehnung zu bemächtigen, so lässt die metaphysische Auflehnung des Bewusstseins sich über die ganze Erfahrung ausbreiten. Sie ist die ständige Anwesenheit des Menschen bei sich selbst. Sie ist kein Sehnen, sie ist ohne Hoffnung. Diese Auflehnung ist nichts als die Gewissheit eines erdrückenden Schicksals, weniger die Resignation, die es begleiten sollte.“
„Für den absurden Menschen”, antwortete Marwin, „gibt es weder eine Erklärung noch eine Hoffnung, sondern eine Entzweiung, der er sich bewusst ist. Albert Camus schreibt: „Ebendiese so lächerliche Vernunft setzt mich in Widerspruch zur ganzen Schöpfung. Ich kann sie nicht mit einem Federstrich abtun. Was ich für wahr halte, daran muss ich festhalten. Was mir so evident erscheint, auch gegen mich selbst, muss ich aufrechterhalten. Und was ist der Kern dieses Konflikts, dieses Bruchs zwischen der Welt und meinem Geist, wenn nicht das Bewusstsein, das ich von ihm habe? Wenn ich also an ihm festhalten will, dann nur durch ein beständiges, immer wieder neues, stets angespanntes Bewusstsein. Daran muss ich mich zunächst halten. Mit diesem Augenblick tritt das Absurde, das so evident und gleichzeitig so schwer fassbar ist, ein in das Leben eines Menschen und wird dort heimisch.”„In dieser Welt gibt es keinen Sinn, sie bleibt für unseren Geist ein Rätsel. Aber auch wenn es keine Antwort und genauso wenig eine Lebensregel für den absurden Menschen gibt, muss er das Absurde akzeptieren. In diesem seinem Bewusstsein verhaftet, bleibt für Albert Camus der absurde Zustand die ständige Herausforderung, die eine logische Folgerung, die zum Selbstmord führt, ausschließt, da der Mensch mit einer solchen Tat der sinnentbehrten Welt seine Zustimmung geben würde, anstatt sie zu leben. Albert Camus schreibt: „Der Selbstmord ist ein Verkennen. Der absurde Mensch hat nur die eine Möglichkeit, alles auszuschöpfen und sich selbst zu erschöpfen. Das Absurde ist seine äußerste Anspannung, die er beständig mit einer unerhörten Anstrengung aufrechterhält, denn er weiß: in diesem Bewusstsein und in dieser Auflehnung bezeugt er Tag für Tag seine einzige Wahrheit, die Herausforderung.“
„In seinem späteren Werk Der Mensch in der Revolte schreibt Albert Camus hierzu:„Der letzte Schluss der absurden Argumentation ist in der Tat die Verwerfung des Selbstmordes und die Erhaltung jener hoffnungslosen Kluft zwischen der Frage des Menschen und dem Schweigen der Welt. Der Selbstmord käme der Schließung dieser Kluft gleich, und die absurde Überlegung ist der Ansicht, dem nur zustimmen zu können, wenn sie ihre eigenen Prämissen verleugnet. Eine solche Schlussfolgerung wäre, von ihr aus gesehen, Flucht oder Selbstbefreiung. Aber es ist klar, dass im gleichen Zug diese Überlegung das Leben als das einzig notwendige Gut anerkennt, weil gerade es diese Kluft erzeugt.” „Und so sieht Camus in dem Selbstmörder auch das genaue Gegenteil des zum Tod verurteilten Menschen, da diesem seine Freiheit weggenommen worden ist, dem Absurden zu trotzen“, hob Orélie hervor, „der Mensch muss sich dem Absurden stellen, diese Disziplin muss er sich auferlegen, um bei sich selbst anzukommen. Das Denken macht dem Menschen das Absurde bewusst, und Albert Camus zieht daraus als einzige Konsequenz, in dem Zustand des Absurden zu leben. Er schreibt: „Ich will wissen, ob ich mit dem, was ich weiß, und nur damit leben kann.” „Und da er sich Gott nicht begreiflich machen kann, kommt er zu dem Schluss: „Ich verstehe nicht, was eine Freiheit sein kann, die mir von einem höheren Wesen geschenkt wird. Ich habe den Sinn für Hierarchie verloren.“ „Und Camus schreibt auch: „Zwischen der Geschichte und dem Ewigen habe ich die Geschichte gewählt, weil ich Gewissheiten liebe. Entweder hat diese Welt einen höheren Sinn, der ihre Geschäftigkeit überdauert, oder allein diese Geschäftigkeit ist wahr. Ich weiß, dass man Kompromisse machen und sowohl in der Zeit leben wie an die Ewigkeit glauben kann. Das nennt man akzeptieren. Wenn ich die Aktion wähle, so glaubt nicht, die Kontemplation wäre mir fremd. Doch sie kann mir nicht alles geben, und da ich der Ewigkeit beraubt bin, will ich mich mit der Zeit verbünden.“ „Das Ausbleiben Gottes in der Welt, ist schwer zu leben”, sagte Marwin darauf, „Karl Rahner beschreibt trefflich wie gerade glaubende, an Gott sich wendende und nach seinem Licht Ausschau haltende Menschen die Gottesferne erleben: „Sie können und müssen oft erfahren, was gemeint ist: dass Gott ihnen wie das Unwirklichste vorkommt, dass er stumm ist und abweisend schweigt, als umfasse er unser Dasein nur wie ein leerer, ferner Horizont, in dessen wegloser Unendlichkeit unsere Gedanken und die Forderungen unseres Herzens sich ausweglos verlaufen. Gott scheint uns nur jene wesenlose, unzugängliche Unendlichkeit zu sein, die zu unserer Qual das bisschen Wirklichkeit noch endlicher und fragwürdiger erscheinen lässt und uns selbst in unserer Welt noch heimatlos macht, weil sie uns verführt zur Maßlosigkeit einer Sehnsucht, die wir selbst nie erfüllen können, und die auch ER nicht zu erfüllen scheint.“
„Ja“, stimmte Orélie bei, „Gott schweigt, anstatt sich uns darzutun. Wir warten, dass er uns eine Kunde gibt, aber sie bleibt aus. Doch bin ich mir zugleich bewusst, dass ich mir Gott nicht aneignen kann und bei solchen Versuchen nur auf meine eigenen Götzen stoßen würde, die ich mir selber geschaffen habe. Und wenn die Kunde Gottes auch ausbleibt, brauche ich in dieser meiner Notlage nicht zu verzweifeln. Karl Rahner schreibt:
„Denn, wenn Du standhältst, die Verzweiflung nicht fliehst und in der Verzweiflung an Deinem bisherigen Götzen, den Du Gott nanntest, nicht auch an dem wahren Gott verzweifelst, wenn Du also standhältst, dann wirst Du plötzlich inne werden, dass Dein Grabeskerker nur sperrt gegen die nichtige Endlichkeit, dass seine tödliche Leere nur die Weite einer Innigkeit Gottes ist, dass das Schweigen erfüllt ist von einem Wort ohne Worte, von dem, der über allen Namen und alles in allem ist. Das Schweigen ist Sein Schweigen. Es sagt Dir, dass Er da ist.“
„Als Christen in unserer Zeit müssen wir mit der Gottesferne zurechtkommen, was für uns heißt, sie demütig zu akzeptieren. Nur so können wir ein gläubiges Vertrauen zu dem wahren und unbegreiflichen Gott herstellen. Und dann kannst du erfahren, wie Karl Rahner schreibt,
„dass Deine Ausweglosigkeit nur die Unermesslichkeit Gottes ist, zu dem es keine Wege braucht, weil Er schon da ist. Du wirst merken, dass du nicht versuchen sollst, in eigener Vollmacht aus Deinem leeren Herzen zu fliegen, weil Er ja da ist und es so keinen Grund geben kann, aus dieser gebendeiten Verzweiflung in einen Trost zu fliehen, der keiner wäre und den es nicht gibt. Er ist da. Suche nicht, Ihn festzuhalten. Er flieht nicht. Suche nicht Dich zu vergewissern und Ihn mit den Händen Deines gierigen Herzens zu betasten. Du würdest nur ins Leere greifen, nicht weil Er fern und unwirklich, sondern weil Er die Unendlichkeit ist, die nicht ergriffen werden kann. Dann kommt von selbst die Ruhe, die lauterste Tätigkeit ist, die Stille, die von Gottes Wort erfüllt ist, das Vertrauen, das nicht mehr fürchtet, die Sicherheit, die keiner Versicherung mehr bedarf, und die Kraft, die in der Ohnmacht mächtig ist: das Leben also, das im Tode aufgeht. Dann ist nichts mehr in uns als Er, und der schier unmerkliche und doch alles erfüllende Glaube, dass Er ist, da ist, und wir sein.“
Orélie und Marwin sahen sich schweigend an. Schon seit langem hatten sie zu diesem Theologen gefunden, weil er es verstand, ihnen Gott trotz seiner Unbegreiflichkeit nahe zu bringen. Sie verweilten noch eine Weile in Stille.


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